Parteipositionen: Wohnen & Stadtentwicklung
Die deutsche Wohnungskrise – Mietpreisbremse, Bauziele und Scheitern
Warum Deutschland trotz politischer Versprechen nicht genug Wohnungen baut: Von der Mietpreisbremse 2015 über den KfW-Programmstopp 2022 bis zur Wohnungsbaukrise 2023.
Mietrechtsanpassungsgesetz 2019: Modernisierungsumlage von 11% auf 8% gesenkt. Kappungsgrenze 3 Euro/m² in 6 Jahren. Mietpreisbremse verschärft und länger gültig. Trotzdem: Mieten in Großstädten steigen weiter überproportional.
Koalitionsvertrag 2021 verspricht 400.000 neue Wohnungen pro Jahr, davon 100.000 gefördert. Tatsächlich gebaut 2022: 295.000. 2023: nur noch 245.000 — niedrigster Stand seit 2012. Steigende Zinsen und Baukosten lassen den Wohnungsmarkt einbrechen.
KfW-Förderung Bundesförderung effiziente Gebäude (BEG): Mehrfach gestoppt und neu gestartet. Nachfrage überstieg Budgets. Heizungsgesetz (GEG 2024) sorgte für zusätzliche Verunsicherung im Wohnungsbau.
Koalitionsvertrag 2025 sieht vereinfachte Baugenehmigungen, erleichterte Aufstockung und mehr serielles Bauen vor. Konkrete Maßnahmen noch ausständig (Stand Mai 2026).
Relevante Gesetze & Entscheidungen
Wahlversprechen
Wohnungsbedarfsprognosen variieren erheblich je nach Methodik. Kausalzusammenhänge zwischen Mietpreisbremse und Mietentwicklung wissenschaftlich umstritten.