Parteipositionen: Bildung & Digitalisierung
Deutschlands Digitalpolitik – von E-Government bis KI-Strategie
Von den ersten E-Government-Initiativen 2000 über die NSA-Affäre 2013 bis zur nationalen KI-Strategie 2023: Die Digitalpolitik Deutschlands in Schlüsselmomenten.
Bundesregierung startet 2000 das Programm 'BundOnline 2005': Alle internet-fähigen Dienstleistungen des Bundes sollen bis 2005 online verfügbar sein. 376 von 440 Dienstleistungen wurden umgesetzt (Quelle: BMI-Abschlussbericht 2006).
Ab Juni 2013 enthüllt Edward Snowden massenhafte NSA-Überwachung. Abhörung von Merkels Handy bestätigt. Deutschland fordert No-Spy-Abkommen (nie unterzeichnet). Bundestag richtet NSA-Untersuchungsausschuss ein (2014).
OZG (BGBl. I 2017, S. 3122): Bund und Länder verpflichtet, bis Ende 2022 alle Verwaltungsleistungen digital anzubieten. Frist wurde gerissen – nur ca. 35 % der 575 OZG-Leistungen bis Ende 2022 umgesetzt (Normenkontrollrat).
Digitalpakt Schule (2019, Grundgesetzänderung Art. 104c): 6,5 Mrd. € Bund-Länder-Programm für Schul-WLAN, Geräte, Glasfaser. Ampel verlängert 2024 mit weiteren 1,3 Mrd. €.
Bundesregierung beschließt Fortschreibung der nationalen KI-Strategie (erstmals 2018 unter Merkel IV). Ziel: 5 Mrd. € KI-Investitionen bis 2025, Förderung von KI-Forschungszentren, EU AI Act-Umsetzung.
Relevante Gesetze & Entscheidungen
Wahlversprechen
Digitalpolitik ist stark föderalisiert (Bund/Länder/EU). Umsetzungsfortschritte werden unterschiedlich gemessen. E-Government-Rankings variieren je nach Methodik (UN, EU-DESI).